Einige Worte zur Entspannung / Stressreduktion
Unser Alltag fordert uns immer mehr. Die Zeit erscheint immer schneller zu vergehen. Auf Anforderungen reagieren wir oftmals mit Anspannung und Hektik. Mit der Zeit lernen wir uns zusammen zu reißen, wenn es schwer wird. Ganz nach dem Motto: "Augen zu und durch!"
Ständige Anspannung macht krank und äußert sich körperlich und psychisch. Dabei ginge es auch anders: Weniger ist mehr! Warum nicht loslassen? - Loslassen heißt Abstand nehmen, heißt Kraft behalten, sich sammeln und zur Ruhe kommen, heißt sich selber spüren und Stärke finden. Das Loslassen ist ein gesamtseelischer Zustand, der sich im Denken und Fühlen zeigt und sich unmittelbar im Körper ausdrückt: in der Entspannung, in einer wohligen Gelöstheit, in einer Leichtigkeit und Ruhe oder in einem Zustand angenehmer Schwere und Wärme. Wer entspannt ist, ist gelassen, hält sich offen für die Ereignisse seiner Umwelt und vermag besser mit seinen Kräften Haus zu halten.
Entspannung wird als erlernbare Fähigkeit vermittelt, die es jedem Teilnehmer ermöglicht, leichter zu sich zu kommen und die Dinge, die ihm im Leben wichtig sind, aus sich heraus anzugehen. Entspannung erlaubt aber auch, bei Dingen, die getan werden müssen, den unnötigen Kraftaufwand zu verhindern, die Verbissenheit abzuschütteln und die alltäglichen Dinge des Lebens lockerer und mit mehr Zuversicht zu tun.
Diese sehr einfachen, äußerst effektiven Übungen sind von jedermann zu bewältigen und setzen keine besonderen Vorkenntnisse voraus. Die vermittelten Entspannungsmethoden haben einen starken Anwendungsbezug zum Alltag:
Das Leben wird einfacher und reicher!
Die Verfahren
Die Tiefenatmung:
Langsames bewusstes Atmen wirkt beruhigend auf den Körper, ein Beispiel:
Atmen Sie langsam durch die Nase ein.
Die Luft sammelt sich in Ihrem Bauchraum.
Stellen Sie sich einen Luftballon vor, der dort langsam größer wird.
Nun den Atem so lange es bequem ist anhalten.
Nun ganz langsam und lange alles unnütze und verbrauchte Ausatmen.
Dabei den Bauch flach werden lassen.
Die progressive Muskelentspannung:
Muskelpartien werden zuerst angespannt, willentlich festgehalten und zur Entspannung gelöst. Nacheinander werden alle wichtigen Muskelgruppen systematisch von Fuß bis
Kopf an- und entspannt.
Am Ende dieser Übungen werden Sie sicherlich in der Lage sein, ohne vorherige Anspannung einzelne Muskelgruppen willentlich zu entspannen.
Die Bildhafte Phantasiereise:
Das Eintreten in eine entspannte Bilderwelt aktiviert Phantasie und Vorstellungskraft. Damit ist es ein starkes Instrument zur Stressbalance.
Nicht nur die realen Strahlen der Sonne wärmen uns und lassen unseren Körper wohlig entspannt werden. Auch unsere Phantasien vom Urlaub, die Gedanken an die Sonnenliege, die Hitze und den genüsslichen Schatten im weichen Sand führen zu einem behaglichen Körperempfinden. Selbst auf einem harten Schemel ist dies zu spüren. Auch der Blick in den tristen Nieselregen des grauen Novembers kann somit erfüllend sein.
Das innere Bild von Sonnenstrahlen wärmt und entspannt eben auch.
Das Autogene Training:
Das Autogene Training ist ein sanftes "Anti-Stress-Mittel" ohne Nebenwirkungen.
Schon nach wenigen Übungen erleben Sie ein verbessertes Körpergefühl, sind belastbarer und vitaler. Autogenes Training arbeitet mit der Methode der konzentrativen Selbstentspannung.
Das eigenständige praktizieren ist das Ziel
sowie die Möglichkeit
in stressigen Situationen
selber zu bestimmen, wieviel
Spannungspotential angemessen ist.
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